Der Grundstein ist gelegt

„Dies ist schon seit langer Zeit ein Ort, an dem die Menschen Hilfe und Heilung gesucht und gefunden haben“, sagte Pfarrer Gregor Bartkowski, als er den Grundstein und den Neubau im Rahmen der offiziellen Grundsteinlegung am 30.04. mit ca. 50 geladenen Gästen, darunter die Leitungskräfte der Klinik sowie Vertreter der beteiligten Firmen, segnete. Passend zu dieser Aussage verwendete er Weihwasser aus Lourdes.

Ansprache des Bauherrn

Klinik-Geschäftsführer Stechow hatte in seiner kurzen Ansprache das Entstehen des Erweiterungs-Neubaus mit der Entstehung und Geburt eines Menschen verglichen: „Wie das Kind, das sich über viele Monate im Mutterleib entwickelt, gibt es auch für ein Gebäude eine detaillierte Vorbereitung und Planung, die in unserem Fall über zwei Jahre in Anspruch genommen hat. […] Wir alle haben für unseren Neubau eine Vorstellung im Kopf, doch erst in den nächsten Wochen und letztlich erst bei der Eröffnung im Sommer 2020 werden wir feststellen, wie nah diese an der Realität liegt.“

Grundstein und „Zeitkapsel“

Gemeinsam mit Architekt Andreas Houzer (Sweco GmbH) und Bauleiter Daniel Pilz (Probat AG) setzte er den Grundstein ein. Darunter war eine Kassette platziert worden, die u.a. die folgenden symbolträchtigen Gegenstände enthielt: eine Sondermünze, geprägt 2019, ein Glas Honig, gesammelt von den Bienen auf dem Klinikgelände, eine aktuelle Mitarbeiterzeitung, aktuelle und alte Fotos von der Klinik, die Familienchronik von Professor Hans Selmair, dessen Familie die Klinik über mehrere Generationen entscheidend geprägt hat, sowie eine Original-Votivtafel aus dem Jahr 1866 aus der „Bründlkirche“, die früher an der Heilquelle stand. Selmair, ehemaliger langjähriger Inhaber und Leiter der Klinik, war bei der Feier zugegen. Auch ein kleines Glücksschwein fand den Weg in die „Zeitkapsel“ – „für die immer nötige Portion Glück“, wie Geschäftsführer Stechow mit einem Schmunzeln bemerkte.

Der Erweiterungs-Neubau

Bis Mitte 2020 entstehen auf 4 Stockwerken (Erdgeschoss und 3 Obergeschosse) ca. 50 neue Patientenzimmer. Im Gegenzug werden im Ostteil des Bestandsgebäudes 11 Zimmer stillgelegt, die nicht mehr dem aktuellen Standard entsprechen. Die Palliativstation zieht vom 3. Stock ins Erdgeschoss, so dass die Patienten in ihren Betten ins Freie geschoben werden können. Die vorhandene halbkreisförmige Ausrichtung des Gebäudeensembles um eine parkähnlich gestaltete Freianlage wird beibehalten. Das Untergeschoss wird in die bestehende Hanglage integriert; im südöstlichen Bereich wird das Gelände auf die Oberkante des Erdgeschosses angeglichen. Die Patientenzimmer werden überwiegend entlang der Außenfassade angeordnet; Funktionsflächen liegen in der Mitte des Gebäudes im gering belichteten Bereich. Das ca. 20 Millionen Euro teure Bauprojekt wird zu gut einem Drittel vom Freistaat gefördert.

Text und Foto: Irene Hilf

Bericht Moosburger Zeitung vom 01.05.19

Bericht Erdinger Anzeiger vom 02.05.19