Einzigartig in Deutschland:
Studie zur Chronobiologie

Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, hat die Klinik Wartenberg ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufgebaut. Eingebettet in das Gesamtprojekt „Chronobiologie“ wird aktuell die Studie „Chronotyp-orientierte Personaleinsatzplanung“ (COPEP) in Kooperation mit verschiedenen Partnern und Universitäten durchgeführt – ein Vorhaben, das es in dieser Form noch nirgendwo in Deutschland gab. Hier nimmt die Klinik Wartenberg eine Vorreiterrolle ein und leistet Pionierarbeit.

Die (Human-)Chronobiologie ist die Wissenschaft von der genetisch bedingten inneren Uhr von Menschen. Diese tickt in einem angeborenen Rhythmus von etwa 24 Stunden – allerdings unterscheidet sich der Start dieser Taktung bei jedem Menschen ein wenig. Die „Lerchen“ sind eher früh am Tag wach und leistungsfähig, die „Eulen“ eher später. Neben diesen grundlegenden Chronotypen kennen Forscher verschiedene Mischformen.

Das Gesamtprojekt „Chronobiologie“ hat drei Säulen, die auf der Basis chronobiologischer Ansätze betrachtet und optimiert werden sollen.

  1. Bewusstseinsbildung
    Die Klinik Wartenberg möchte ihre Mitarbeiter dafür sensibilisieren, dass sich die Berücksichtigung des Chronotyps positiv auf ihr Schlafverhalten – und damit auch auf ihre Gesundheit, ihre Leistungsfähigkeit und ihr allgemeines Wohlbefinden – auswirkt.
  2. Personaleinsatzplanung
    Bei der Planung der Dienstzeiten soll künftig der natürliche, genetisch bedingte Schlaf-/ Wach-Rhythmus der einzelnen Mitarbeiter einbezogen werden.
  3. Arbeitsumgebungsvariablen
    Die erweiterte Arbeitsumgebung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – vor allem der Aufenthalt im Freien sowie die Optimierung der Ernährung und der Beleuchtungsverhältnisse in den Gebäuden.

Bei internen Erhebungen (Mitarbeiterbefragungen, Qualitätsaudits, Arbeitssituationsanalysen etc.) waren Schlafstörungen und deren psychosomatische und körperliche Auswirkungen wie Abgespanntheit, Müdigkeit und Mattheit immer häufiger ein Thema.

Deshalb wollen Klinikleitung, BGM-Fachkräfte und der Betriebsrat rechtzeitig gegensteuern und haben im Frühjahr 2019 das Gesamtprojekt „Chronobiologie“ mit der Studie „Chronotyp-orientierte Personaleinsatzplanung“ (COPEP) ins Leben gerufen.

Im Oktober 2019 war die Belegschaft der Klinik Wartenberg eingeladen, anonym und kostenlos ihren individuellen Chronotyp bestimmen zu lassen. Ob ein Angestellter das Ergebnis intern weitergeben und auf dieser Basis seine Arbeitszeit anders ausrichten möchte, entscheidet er allein.

Ermittelt wurde der Chronotyp durch einen wissenschaftlichen Fragebogen und eine Blutuntersuchung. Dieser Biomarkertest wurde an der Berliner Charité entwickelt, die auch Projektpartner ist.

Zudem fanden, zusammen mit der AOK Bayern, der aliamos GmbH und der Charité Berlin, Aktionstage und Informationsveranstaltungen zur Chronobiologie statt.

Das Projekt Chronobiologie ist Teil unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), das durch die AOK Bayern und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) prämiert wurde. Weitere Säulen sind Gesundheit, Fitness und Entspannung.

„Die Arbeitszeit soll so weit wie möglich an den individuellen Chronotyp angepasst werden – dies sehe ich auch als Zeichen der Wertschätzung für das Engagement unserer Mitarbeiter.“

Unser Projekt Chronobiologie in der Übersicht

  • März 2019

    Start des Projekts Chronobiologie, unter anderem Entwicklung des Projektplans und Beginn der engen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern

  • April 2019

    Gesamtauswertung der Mitarbeiterbefragung 2018 – auch hier waren Schlafprobleme häufig ein Thema

  • Seit Mai 2019

    Umsetzung der Maßnahmen: Vorträge, Flyer, kontinuierliche Kommunikation mit Mitarbeitern und Partnern etc.

  • Juli 2019

    Gesundheitstag mit Schwerpunkt Chronobiologie, zusammen mit der AOK Bayern, der aliamos GmbH und der Charité Berlin

  • Oktober 2019

    Gesundheitswoche mit Blutentnahmen und Informationen rund um guten und erholsamen Schlaf

  • November 2019

    Mitarbeiter-Interviews mit Experten der aliamos GmbH zur Konkretisierung der empfohlenen Arbeitsfenster auf Basis des Chronotyps bzw. des biologischen Schlaffensters

  • Dezember 2019

    Übergabe der Ergebnisse aus Bluttests und Fragebögen an die teilnehmenden Mitarbeiter

  • Februar und März 2020

    Gespräche der Dienstplanverantwortlichen mit den teilnehmenden Mitarbeitern

  • April bis Juli 2020

    Änderung der Dienstpläne: Einsatz der teilnehmenden Mitarbeiter entsprechend ihrem Chronotyp

  • Ab August 2020

    Können wir hier nen Ausblick geben?

Welche Folgen hat ein Leben gegen die innere Uhr?

Die natürliche innere Uhr folgt zwar einem circadianen Rhythmus (24 Stunden), „tickt“ jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich. Dem gegenüber stehen die Anforderungen der Gesellschaft und vor allem der Arbeitswelt, deren Taktung meist keine Rücksicht auf die innere Uhr des Einzelnen nimmt.

Diese Kluft betrifft vor allem die Schichtarbeit, aber auch die klassischen Arbeitsformen mit und ohne flexible Anfangszeiten – schließlich brauchen über 70 % der arbeitenden Bevölkerung morgens einen Wecker, um aufzustehen. Das bedeutet, dass diese Menschen nicht ausreichend lange schlafen können. Die Folgen sind Schlafstörungen und Schlafmangel, was wiederum zu psychosomatischen und körperlichen Erkrankungen, Suchtproblematiken oder Fettleibigkeit führen kann.

Grafik: Michael Wieden, aliamos GmbH

Michael Wieden, aliamos GmbH: „Die Natur kennt keine Zeit, nur Rhythmen und Perioden.“

Welche Partner betreuen das Projekt?

Diese Partner steuern das Projekt Chronobiologie an der Klink Wartenberg:

  • Klinik Wartenberg (Auftraggeber)
  • AOK Bayern – Die Gesundheitskasse, Direktion Erding
  • Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
  • FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Neuss
  • aliamos GmbH, Ratingen
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Immunologie, Arbeitsbereich Chronobiologie
Grafik: Arbeitsgruppe BodyTime, Prof. Kramer, Charité Berlin

Wenig Eulen und Lerchen, was ein typisches Ergebnis ist: Die Grafik zeigt die Verteilung der Chronotypen unter den Studienteilnehmern der Klinik Wartenberg. Die horizontale x-Achse gibt die Tageszeit an, in der sich die Mitarbeiter üblicherweise schlafen legen

Zur Diskussion und Ansicht (nur in der Mobilseite)

Grafik: Michael Wieden, aliamos GmbH

Michael Wieden, aliamos GmbH: „Die Natur kennt keine Zeit, nur Rhythmen und Perioden.“

Grafik: Arbeitsgruppe BodyTime, Prof. Kramer, Charité Berlin

Wenig Eulen und Lerchen, was ein typisches Ergebnis ist: Die Grafik zeigt die Verteilung der Chronotypen unter den Studienteilnehmern der Klinik Wartenberg. Die horizontale x-Achse gibt die Tageszeit an, in der sich die Mitarbeiter üblicherweise schlafen legen

Ansprechpartner?

  • Irene Hilf
    Irene Hilf Referentin Kommunikation

    Tel.: 0151 / 14979570

Welche Folgen hat ein Leben gegen die innere Uhr?

Die natürliche innere Uhr folgt zwar einem circadianen Rhythmus (24 Stunden), „tickt“ jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich. Dem gegenüber stehen die Anforderungen der Gesellschaft und vor allem der Arbeitswelt, deren Taktung meist keine Rücksicht auf die innere Uhr des Einzelnen nimmt.

Diese Kluft betrifft vor allem die Schichtarbeit, aber auch die klassischen Arbeitsformen mit und ohne flexible Anfangszeiten – schließlich brauchen über 70 % der arbeitenden Bevölkerung morgens einen Wecker, um aufzustehen. Das bedeutet, dass diese Menschen nicht ausreichend lange schlafen können. Die Folgen sind Schlafstörungen und Schlafmangel, was wiederum zu psychosomatischen und körperlichen Erkrankungen, Suchtproblematiken oder Fettleibigkeit führen kann.

Welche Partner betreuen das Projekt?

Diese Partner steuern das Projekt Chronobiologie an der Klink Wartenberg:

  • Klinik Wartenberg (Auftraggeber)
  • AOK Bayern – Die Gesundheitskasse, Direktion Erding
  • Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
  • FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Neuss
  • aliamos GmbH, Ratingen
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Immunologie, Arbeitsbereich Chronobiologie

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