Gesundheits- und Krankenpflege

Rund 135 Mitarbeitende im Pflegedienst engagieren sich täglich für die grund- und behandlungspflegerische Betreuung erkrankter Menschen. In unserem Team arbeiten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, ausländische Fachkräfte im Anerkennungsprozess zu Pflegefachkraft, Pflegefachhelferinnen und -helfer, Altenpfleger, Praktikantinnen und Praktikanten, Mitarbeitende im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) sowie Auszubildende der Berufsfachschule für Altenpflege der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e.V. (BRK) und von der Berufsfachschule des Klinikum Landkreis Erding.

Voraussetzung für den medizinischen und therapeutischen Erfolg ist eine fördernd-motivierende und aktivierend-rehabilitative Pflege, die sich an der aktuellen Situation unserer Pflegebedürftigen orientiert. Qualität spielt dabei eine entscheidende Rolle. Individuelle und situationsbezogene, fachlich kompetente Unterstützung, Anleitung, Betreuung und Beratung – das verstehen wir unter ganzheitlicher Patientenversorgung.

Auf dem Foto sieht man die Pflegefachkräfte Susanne Leise und Dijana Smickovic, die sich im Arm halten und fröhlich zueinander gewandt anlächeln. Links im Vordergrund des Bildes steht ein Pflegewagen, darauf steht ein iPad zur Dokumentation. Im Hintergrund sieht man den Stationsflur mit einem Bild mit grünem Wald als Motiv.

Stationen und Funktionsbereiche

Das Foto zeigt die Stationsleitung Susanne Leise zusammen mit Ronny Schoß im Pflegestützpunkt der akutgeriatrischen Station. Susanne schaut Ronny an, die unscharf im Vordergrund zu erkennen ist. Beide sitzen am Schreibtisch vor ihren Arbeitsplätzen. Im Hintergrund erkennt man ein Whiteboard mit diversen Dokumenten darauf sowie einen Kalender.

Die Klinik Wartenberg hat zehn Stationen mit den Schwerpunkten Geriatrische und Allgemeine Rehabilitation sowie Anschlussheilbehandlung, Akutgeriatrie und Palliativmedizin.

Jede Station wird von einer Pflegefachkraft geleitet. Pro Stockwerk steht den Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachkräften zudem eine medizinische Assistentin für administrative Aufgaben zur Seite. In unseren Funktionsbereichen (Labor, Röntgenabteilung, Sonographie sowie ein Zimmer für Belastungs-EKG und Lungenfunktionsuntersuchungen) erfolgen Diagnostik und Therapie, die nicht direkt am Krankenbett möglich sind.

Pflegeleitbild

In der Klinik Wartenberg steht der Mensch im Mittelpunkt unseres pflegerischen Handelns, das heißt er wird unter Berücksichtigung seiner physischen, psychischen und sozialen Situation wahrgenommen und respektiert. Um dies zu ermöglichen, ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen allen an der Betreuung beteiligten Personen notwendig. Wir engagieren uns für die Patientinnen und Patienten mit Respekt vor ihrer Individualität und Persönlichkeit. Die Würde der von uns behandelten Menschen liegt uns am Herzen. Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige beziehen wir aktiv in unser Handeln ein.

Unser Behandlungsziel in der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der körperlichen Selbständigkeit, des seelischen Gleichgewichtes, der sozialen Einbindung sowie ggf. der Arbeitsfähigkeit. Verbesserung der Lebensqualität und Linderung von Leiden sind das Ziel bei der interdisziplinären Behandlung von Schwer- und Schwerstkranken.

Eine Pflegefachkraft misst den Blutdruck einer Patientin, die im Bett im Patientenzimmer liegt. Die Pflegekraft legt ihr die Blutdruck-Manschette um den linken Arm und hält diesen mit der Hand fest. Neben ihr steht das Gerät zur Vitalzeichenmessung. Im Hintergrund sieht man den Vorhang vor dem Fenster des Patientenzimmers.

Pflegekonzept und Besonderheiten

Das Pflegekonzept der Klinik Wartenberg ruht auf verschiedenen Säulen:

Das Bobath-Konzept

ist eine spezielle Behandlungstechnik für Patientinnen und Patienten mit neurologischen Störungen. Neben der neurophysiologischen Grundlage wird der Mensch in seiner ganzen Persönlichkeit mit einbezogen.

Validation

meint eine bestimmte Art mit dementen, verwirrten und alten Menschen auf verbale und nonverbale Weise zu kommunizieren.

Kinästhetik

beruht auf zwei Grundlagen. Die erste Grundlage sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Kybernetik. Die zweite Grundlage ist die direkte Wahrnehmung und Erfahrung der eigenen Bewegung.

Basale Stimulation

in der Pflege versucht, schwersterkrankten Menschen bekannte elementare Wahrnehmungserfahrungen zu ermöglichen, um sie in ihrem Erleben zu begleiten und ihre Fähigkeiten zu fördern.

Unterstützt werden unsere Pflegefachkräfte von speziell geschulten Expertinnen und Experten.

Auf dem Foto sieht man den Chefarzt Doktor Klaus-Friedrich Becher bei der Untersuchung einer Patientin. Die Patientin sitzt auf dem Bett und hält dem Chefarzt ihre Hand entgegen. Der Chefarzt steht mit der Schulter zur Kamera gewandt und untersucht die Hand der Patientin. Im Hintergrund sieht man einen Blumenstrauß auf dem Tisch stehen, das Fenster, durch welches man die begrünte Anlage, der Klinik Wartenberg sehen kann, sowie einen orangenen Vorhang.

Wundmanagement

Immer mehr Menschen haben chronische, schlecht heilende Wunden. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, welche die Lebensqualität beeinträchtigen. Um diese Folgen zu lindern und die Heilung voranzubringen, engagieren sich unsere Wundexpertinnen und -experten in enger Abstimmung mit den Ärztinnen und Ärzten. Dabei orientieren sie sich am Nationalen Expertenstandard „Versorgung und Pflege von Menschen mit chronischen Wunden.“

Schmerzmanagement

Gerade viele geriatrische Patientinnen und Patienten leiden unter akuten oder chronischen Schmerzen und haben zusätzlich kognitive Einschränkungen. Deshalb sind es häufig die Pflegefachkräfte, die Schmerz und Schmerzstärke richtig einschätzen müssen. Ausgebildete Pain Nurses (wörtlich übersetzt: Schmerzschwestern) kümmern sich zusammen mit den ärztlichen Kolleginnen und Kollegen um eine optimale Schmerztherapie.

Auf dem Foto sieht man die Pflegefachkraft Ronny Schoß im Patientenzimmer neben einer Patientin, die im Bett liegt. Die beiden Frauen lächeln einander an. Die Pflegefachkraft hält das Gerät zur Vitalzeichenmessung fest. Im Hintergrund sieht man einen Blumenstrauß auf dem Tisch stehen sowie das Fenster durch das man in den Innenhof schauen kann.
Foto von zwei Pflegefachkräften, die auf dem Stationsflur eine akutgeriatrie Station im Neubau der Klinik Wartenberg stehen und in die Kamera lächeln.

Praxisanleitung

Unsere Praxisanleiterinnen und -anleiter sind für die Anleitung und die praktische Unterweisung der Auszubildenden im Pflegedienst verantwortlich. Um den neuen Anforderungen der Generalistischen Ausbildung gerecht zu werden, gibt es eine zentrale Praxisanleiterin, die sich mit der Pflegedienstleitung und den Ausbildungsträgern bespricht.

Aromapflege

Die Aromapflege erweitert das ganzheitliche Konzept der geriatrischen und palliativen Pflege. Sie kann Befindlichkeitsstörungen (z. B. Schlafstörungen, Ängste, depressive Verstimmungen) und körperliche Beschwerden (z. B. Schmerzen, Hautprobleme, Übelkeit Verdauungsbeschwerden) verbessern. Anwendungsformen sind Bäder, Waschungen, Massagen, Einreibungen, Beduftungen oder Inhalationen.

Im Vordergrund stehen – neben der Aktivierung der Selbstheilungskräfte – die Motivation und Freude am Leben. Darüber hinaus kann die Aromapflege individuelle, spezielle Pflegeprobleme mithilfe von ätherischen und fetten Ölen lindern.

Foto eines Körbchens mit verschiedenen ätherischen Ölen, die auf einem Handtuch liegen. Links im Bild sieht man eine Blumenblüte und im Hintergrund steht die Aufschrift 'Aromatherapie'.
Bild einer Pflegerin, die glücklich über einen Stationsgang läuft.

Komplementäre Pflege

Komplementäre Pflege versteht sich als die Anwendung naturheilkundlicher und integrativer Methoden, die ergänzend zur modernen konventionellen Pflege bei der Versorgung kranker Menschen eingesetzt wird.

Auf der Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes werden Anwendungen mit natürlichen Heilmitteln, wie z. B. Tees, Aromaölen, pflanzenbasierten Salben eingesetzt, um die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eig`ne Herz zurück. 
Johann Wolfgang von Goethe

Pflegemodell

Um unsere pflegerischen Leitlinien umzusetzen, orientieren wir uns am Pflegemodell nach L. Juchli. Die Klinik Wartenberg hat sich bewusst für diesen Ansatz entschieden, weil er die Ganzheitlichkeit des Menschen hervorhebt. Mit Hilfe der ATLs (Aktivitäten des täglichen Lebens) lässt sich überprüfen, in welchen Bereichen individueller Pflegebedarf besteht. Die ATLs werden in Form von Fähigkeiten, Ressourcen und Defiziten für jede Patientin und jeden Patienten systematisch ausformuliert und erleichtern die Pflegeplanung.

Qualitätsmanagement & Pflegeentwicklung

Foto einer Mitarbeiterin, die im kleinen Schulungsraum der Klinik Wartenberg sitzt und eine Fortbildung hält. Vor ihr auf dem Tisch liegen verschiedene Unterlagen und ein iPad. Hinten links im Bild steht ein Flipchart mit der Aufschrift 'Interdisziplinäre Zusammenarbeit Pflege-Therapie'. An der Wand sieht man die Projektion des Beamers mit einer Präsentation.

Die Qualität der Pflege ist uns sehr wichtig. Seit 2003 ist die Klinik Wartenberg nach DIN EN ISO 9001 sowie nach dem Reha-spezifischen „Qualitätsmanagement der Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung Bund“ (QMS-REHA) und den Managementanforderungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst zertifiziert.

Die Klinik Wartenberg arbeitet nach den Nationalen Expertenstandards in der Pflege. Wir legen großen Wert auf Fachwissen, Selbstreflexion und Evaluation im täglichen Handeln. Zur Implemetierung der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die pflegerische Praxis wurde 2023 die Stabstelle Pflegeentwicklung eingerichtet. Nährere Informationen dazu finden Sie hier.

Fort- und Weiterbildung

Um die Qualität der Pflege zu sichern, bilden sich unsere Mitarbeitenden stetig weiter. Neben innerbetrieblichen Schulungen bietet die Klinik Wartenberg vielfältige externe Qualifikationen an.

Diese Fort- und Weiterbildungen befähigen unsere Mitarbeitenden, ihre Entwicklungspotenziale zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu entfalten und zugleich die eigene Motivation zu erhöhen.

Foto des Gymnastiksaals der Klinik Wartenberg, in dem mehrere Gymnastikmatten auf dem Boden liegen. Im Hintergrund erkennt man 2 Pflegebetten sowie weitere Utensilien. Es handelt sich dabei um eine Fortbildung zur Kinästhetik und basalen Stimulation.

Ansprechpartner

Florian Dittrich

Pflegedienstleitung
Pflegedienst