Rehabilitation in gewohnter Umgebung

Die Klinik Wartenberg ist eine traditionsreiche Akut- und Rehaklinik und die größte Einrichtung für stationäre geriatrische Rehabilitation in Bayern. 2018 haben wir unser Therapieangebot um die Mobile Geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) erweitert, bei der die Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegefachkräfte zu den Patientinnen und Patienten kommen.

Mit einer MoGeRe wollen wir den Allgemein- und Kräftezustand der uns anvertrauten älteren Menschen verbessern und sie letztendlich verstärkt mobilisieren. Das Besondere daran ist: Die Betroffen werden in ihrer gewohnten Umgebung therapiert, und belastende Transporte entfallen. Darüber hinaus können Angehörige einfacher mit einbezogen werden.

Unsere Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegefachkräfte, die für eine MoGeRe zu den Patienten kommen, arbeiten in einer der größten Einrichtungen für stationäre geriatrische Rehabilitation in Bayern – in der Klinik Wartenberg. Diese langjährigen und umfassenden Erfahrungen bringen wir auch bei der ambulanten geriatrischen Rehabilitation mit ein.

MoGeRe auf einen Blick

Foto eines Physiotherapeuten, der im Rahmen der mobilen Geriatrischen Reha (MoGeRe) eine Patientin bei einer Übung in der Häuslichkeit anleitet.

Eine Mobile Geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) hat für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige verschiedene Vorteile:

  • Medizinisches und therapeutisches Personal der Klinik Wartenberg kommt in die gewohnte Umgebung des Pflegebedürftigen.
  • Dem Betroffenen werden anstrengende Transportwege erspart. Er kann in seiner gewohnten Umgebung bleiben und dort auch wichtige Tätigkeiten üben, zum Beispiel Treppensteigen.
  • Angehörige und Pflegedienste können ebenfalls mit einbezogen werden. Auch eine weiterführende Unterstützung, etwa durch Ernährungsberaterinnen und -berater oder Sozialpädagoginnen und -pädagogen, ist möglich. Die allgemeine medizinische Betreuung erfolgt nach wie vor durch die Hausärztin bzw. den Hausarzt.
  • Die einzelnen Maßnahmen der MoGeRe sind auf den Gesundheitszustand der jeweiligen Person zugeschnitten. Grundlegend wird dafür ein individueller Rehabilitationsplan erstellt, durchgeführt und evaluiert.

Fachkompetenz mit langer Tradition

Die Klinik Wartenberg ist eine der größten Einrichtungen für stationäre geriatrische Rehabilitation in Bayern. In über hundert Jahren wurde sie über drei Generationen von der Ärztefamilie Selmair geführt. Weitere Schwerpunkte der internistischen Fachklinik liegen auf den Gebieten Allgemeine Rehabilitation, Allgemeine Innere Medizin, Palliativmedizin, Begutachtung von Lebererkrankungen und Akutgeriatrie. Wir haben eine eigene geriatrisch-internistische Notaufnahme (GINA) und bieten auch Mobile Geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) an.

Mobile Geriatrische Rehabilitation (MoGeRe)

Die Mobile Geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) ist eine besondere Form der ambulanten geriatrischen Rehabilitation (Reha), die beim Betroffenen in der
gewohnten Umfeld stattfindet. Die Grundlage bildet ein umfassender Rehabilitationsplan, der individuell erarbeitet wird. Je nach Erkrankungen
und Beschwerden kommen unterschiedliche Spezialisten:

  • Ärztinnen und Ärzte mit einer Zusatzqualifikation als Geriater (Spezialist für Erkrankungen des älteren Menschen)
  • Pflegefachkräfte
  • Physiotherapeutinnen und -therapeuten
  • Ergotherapeutinnen und -therapeuten
  • Sprachtherapeutinnen und -therapeuten
  • Mitarbeitende des psychologischen Dienstes
  • Ernährungsberaterinnen und -berater
  • Sozialpädagoginnen und -pädagogen der Soziale Beratung

Eine MoGeRe dauert in der Regel rund fünf Wochen. Während dieser Zeit besuchen und behandeln die Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten die Patientinnen und Patienten mehrmals pro Woche. Die Therapiezeit wird individuell in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und dem Gesundheitszustand des Betroffenen festgesetzt.

Für eine MoGeRe kommen Patientinnen und Patienten in Frage, denen ein stationärer Aufenthalt nicht oder nur wenig weiterhelfen würde, zum Beispiel:

  • Menschen, die auf ihre vertraute Umgebung angewiesen sind, etwa bei einer fortgeschrittenen Demenz, Gehbehinderung, Taubheit oder Erblindung
  • Patientinnen und Patienten mit einem multiresistenten Keim (MRSA), die in einer Klinik isoliert werden müssten und nur an wenigen Therapiemaßnahmen
    teilnehmen könnten
  • Pflegebedürftige in Pflegeheimen
  • Wohnort im Umkreis von ca. 20 km

Für die allgemeine medizinische Versorgung ist weiterhin die Hausärztin bzw. der Hausarzt zuständig. Wird der Betroffene durch Angehörige oder einen Pflegedienst betreut, werden diese möglichst einbezogen.

Für eine MoGeRe gilt das Gleiche wie für andere Reha-Maßnahmen: Vor ihrem Beginn muss sie die Hausärztin bzw. der Hausarzt (Antrag Muster 61) oder das Akut-Krankenhaus bei der Krankenkasse beantragen. Meist leistet der Leistungsempfangende eine Zuzahlung. (Formular 61)

Ansprechpartner

Tanja Laitenberger

Koordinatorin Therapie-Ambulanz, Mobile Geriatrische Reha
Verwaltung

Leitung

Stefan Wernick

Oberarzt Allgemeine und Geriatrische Rehabilitation
Ärztlicher Dienst

Dr. med. Klaus Friedrich Becher MHBA

Chefarzt Allgemeine und Geriatrische Rehabilitation
Ärztlicher Dienst