Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten zu mehr Selbständigkeit im Alltagsleben und somit zu einer Rückkehr in die gewohnte Umgebung verhelfen. Um die Lebensqualität zu verbessern, sollen die vorhandenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten gefördert und stabilisiert sowie neue Interessen geweckt werden.

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.

Um dem Patienten die gesellschaftliche Teilhabe und die Handlungsfähigkeit im Alltag zu ermöglichen werden zielgerichtete Aktivitäten, Beratungen zur Umweltanpassung oder auch das Training zum Umgang mit Hilfsmitteln durchgeführt.

Gemeinsam legen wir die Schwerpunkte fest. Dabei berücksichtigen wir die persönliche Lebenserfahrung des Betroffenen sowie die Lebensumstände und Bedürfnisse. Die Therapie findet einzeln und/ oder in der Gruppe statt und orientiert sich am aktuellen Bedarf der Patientin bzw. des Patienten in Bezug auf psychische, physische, kognitive und soziale Aspekte. Handwerkliche und gestalterische Techniken sind ebenso Bestandteil wie Gespräche zu alltagsrelevanten Themen.

Der Einsatz von Therapiebegleithunden hilft dabei Patienten zu motivieren, zu mobilisieren und aufzumuntern, insbesondere, wenn sie durch ihre Erkrankung und den notwendigen Klinikaufenthalt bedrückt oder ängstlich sind.

Hundetherapie

Bei der tiergestützten Therapie werden verschiedene Ziele in der Behandlung der Patienten verfolgt. Zum einen geht es um die motorisch-funktionelle Wiederherstellung und Verbesserung, beispielsweise nach Frakturen oder Schlaganfällen, zum anderen aber auch um kognitive und psychosomatische Förderung, zum Beispiel bei Patienten mit Demenz oder Gefühlen der Einsamkeit und Trauer, wenn beispielsweise ein geliebtes Haustier oder der Parner verstorben ist.

Die Therapeutinnen und Therapeuten wählen individuell geeignete Patienten und Hunde für die entsprechende Behandlung und Lebenssituation aus.

Aktuell haben wir in der Hundetherapie acht Tiere, die sich in das Palliativ-Team und das Ergotherapie-Team aufteilen.

Durch die Hundetherapie konnten schon einige Erfolgsgeschichten geschrieben werden – wie Sie den nachfolgenden Beiträgen entnehmen können:

Auf dem Foto sieht man einen Therapiehund, der seinen Kopf auf den Schoß einer Patientin legt, die im Rollstuhl sitzt und ein Spielzeug für den Hund in den Händen hält. Im Hintergrund steht eine weitere Person.
Erfolgsgeschichten der Hundetherapie
Die Wunder der tiergestützten Therapie: Wie ein Hund einer Patientin half, ihre Angst vor dem Sprechen zu überwinden
Eine Patientin, die nach einem Schlaganfall kaum noch sprach, fand unerwartete Unterstützung in einem pelzigen Freund - einem Hund namens Timmy. Während sie mit dem Hund interagierte, öffnete sie sich langsam und begann zu sprechen. Am nächsten Tag, ohne den Hund, sprach sie plötzlich mehr als je zuvor. Timmy hatte ihr die Angst genommen trotz ihrer Sprachstörung zusprechen. Auch ihre körperliche Rehabilitation machte Fortschritte. Diese Geschichte zeigt die erstaunliche Kraft der tiergestützten Therapie und wie Tiere uns auf unerklärliche Weise berühren können.
Auf dem Foto sieht man einen Therapiehund, der seinen Kopf auf den Schoß einer Patientin legt, die im Rollstuhl sitzt und ein Spielzeug für den Hund in den Händen hält. Im Hintergrund steht eine weitere Person.
Hunde auf unserer Palliativstation?
Das ist keine Seltenheit, denn Ivo und Vroni besuchen einmal in der Woche die Patientinnen und Patienten auf dieser Station.
Für viele Menschen, die sich in palliativer Betreuung befinden, können Kommunikation und soziale Interaktion eine echte Herausforderung sein. Hier kommen die beiden ins Spiel! Mit ihrer liebevollen Art schaffen sie eine Atmosphäre der Geborgenheit, die es den Patientinnen und Patienten ermöglicht, sich zu öffnen und sich auszudrücken. Die Hunde hören geduldig zu, ohne zu urteilen, und ermutigen Gedanken und Gefühle zu teilen. Ihre Anwesenheit schenkt Trost und Kraft, wo Worte oft nicht ausreichen. Und dann gibt es diese magischen Augenblicke, in denen die Hunde die psychosomatischen und somatischen Beschwerden der Patientinnen und Patienten für kurze Zeit vergessen lassen. 🐶 Vroni und Ivo lehren uns, dass tiergestützte Therapie im Palliativbereich so viel mehr ist als nur ein Besuch. 💕 Teilt gerne diesen Beitrag und lasst uns zusammen die Bedeutung von tiergestützter Therapie würdigen.
Auf dem Foto sieht man einen Therapiehund, der seinen Kopf auf den Schoß einer Patientin legt, die im Rollstuhl sitzt und ein Spielzeug für den Hund in den Händen hält. Im Hintergrund steht eine weitere Person.
Tiefe Verbindung
Eine berührende Geschichte aus unserer Ergotherapie
Letzte Woche durfte unsere Ergotherapeutin Angelika in unserer Hundetherapie eine ganz besondere Begegnung erleben, die ihr wieder einmal gezeigt hat, wie stark die Bindung zwischen Mensch und Tier sein kann. Curry, ein liebenswerter Goldendoodle, war unser Gast in der Ergotherapiestunde. In der Mitte unserer Gruppe saß eine Patientin, die sehr verschlossen war und Angst vor der bevorstehenden Entlassung in ein Pflegeheim hatte. Zuerst zögerte sie, an der Therapie teilzunehmen, aber die Vertrautheit mit Curry gab ihr schließlich den Mut dazu. Was dann geschah, berührte alle tief. Curry schien zu spüren, dass sie besondere Unterstützung brauchte, und verbrachte die meiste Zeit der Gruppentherapie an ihrer Seite. In der Gegenwart des Hundes schmolzen ihre Ängste dahin und ihre Lebensfreude kehrte zurück. Auch am nächsten Tag war sie wie ausgewechselt. Diese Geschichte zeigt einmal mehr, wie wertvoll die Hundetherapie für unsere Patientinnen und Patienten ist. Aber nicht nur sie profitieren davon, sondern auch wir werden daran erinnert, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Tier sein kann.
Foto von zwei Frauen, die Gitarre spielen und sich dabei lächelnd anschauen. Die beiden Frauen sitzen im Gymnastiksaal der Klinik Wartenberg und durch das Fenster im Hintergrund kann man in den Innenhof schauen.

Musiktherapie

Musiktherapie tut den Senioren auf vielfältige Weise gut: Viele emfpinden (gemeinsames) Singen und Musizieren als bereichernd und stimmungsaufhellend. Zudem verstehen es die Musiktherapeutinnen, „ganz nebenbei“ die Patientinnen und Patienten zu mehr Bewegung und besserer Atmung zu animieren.
Die Musiktherapie in der Klinik Wartenberg findet einmal wöchentlich statt; es gibt sowohl Gruppen- als auch Einzelangebote.

Besondere Therapieangebote wie die Hundetherapie und die Musiktherapie werden über den Freundeskreis Klinik Wartenberg e.V. durch Spenden finanziert. Wenn sie diese Projekte mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie dies gerne über den nachfolgenden Button tun. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Ansprechpartner

Christina Sievers

Therapieleitung
Therapie