Klinische Waldtherapie in der Klinik Wartenberg

Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

Logo Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.

Die Klinik Wartenberg ist eine einzigartige geriatrische Fachklinik, eingebettet in ein ca. 34 Hektar großes Park- und Waldareal. Der Wald als Gesundheitsquelle wird mittlerweile auch im klinischen Kontext genutzt. Unter der Leitung unserer Chefärztin Dr. Saskia Rupp und mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention wurde in der Klinik Wartenberg eine groß angelegte Studie zum Einsatz der klinischen Waldtherapie bei geriatrischen Patientinnen und Patienten durchgeführt. Die Ergebnisse werden aktuell ausgewertet. Die Möglichkeiten der Waldtherapie als evidenzbasierte, komplementäre Therapieform im Kontext der kurativen, präventiven und rehabilitativen Medizin präsentiert die Klinik Wartenberg – gemeinsam mit wissenschaftlichen Studienleitern der Charité, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Greifswald, der INFTA sowie vielen weiteren Akteuren der Waldtherapie.

Eine kleine Gruppe von Patienten geht den Waldtherapiepfad hinunter zurück zur Klinik. Der Rasen im Hintergrund ist grün und man sieht die Bäume des Waldes. Der Himmel ist blau. Es ist ein sommerlicher Tag.

Die Klinische Waldtherapie erklärt

Die Waldtherapie ist eine Therapieform, die einen konzentrierten Aufenthalt im Wald mit gezielten Gesundheits- und Entspannungsübungen verbindet und sich besonders auf vielfältige Sinneswahrnehmungen fokussiert. Ursprünglich stammt sie aus Japan, wo wissenschaftliche Studien bereits die positiven Wirkungen auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, die Atmung, das Nervensystem und die psychische Gesundheit nachweisen konnten. In einer zunehmenden Zahl von Ländern ist die Waldtherapie bereits als Gesundheitskonzept öffentlich anerkannt und etabliert.

In der Klinik Wartenberg wird diese Therapieform von zertifizierten Waldtherapeutinnen und -therapeuten durchgeführt, die auf wissenschaftlicher und evidenzbasierter Grundlage arbeiten. Die spezifischen physischen und mentalen Übungen finden entlang eines eigens von der Klinik angelegten und durch die INFTA zertifizierten Waldtherapiepfads statt.

Die International Nature and Forest Therapy Alliance (INFTA) definiert klinische Waldtherapie wie folgt: „Die klinische Waldtherapie hat als präventives medizinisches Verfahren das Ziel, durch eine Kombination ausgewählter körperlicher und mentaler Übungen die geistige und körperliche Gesundheit zu stärken.“

Der Lehrstuhl für Public Health der Ludwig-Maximilians-Universität München beschreibt Waldtherapie als „ein Element der Klimatherapie, das gezielt für präventive und therapeutische, aber auch rehabilitative Zwecke eingesetzt werden kann.“

Der Wald im Speziellen – und die umgebende Natur im Allgemeinen – wirken intensiv auf den Menschen ein. Die Therapeutin oder der Therapeut begleitet und unterstützt die Patientinnen und Patienten bei ihren Übungen. In einem sehr angenehmen Tempo und mit dem Fokus auf Achtsamkeit kommen sie rasch zur Ruhe und können sich entspannen. Entspannung ist unter anderem eine wesentliche Grundlage für Heilungsprozesse.

Im Rahmen unserer Studie „Evaluation der klinischen Waldtherapie bei geriatrischen Patientinnen und Patienten“ im Zeitraum von 2024 bis 2026 möchten wir die wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen der Waldtherapie gemeinsam mit unseren eigenen Patientinnen und Patienten für diese spezifische Zielgruppe nutzen und vertiefen.
Sprechen Sie uns gerne dazu an!

Ansprechpartner

Dr. med. Saskia Rupp

Studienleiterin Waldtherapie
Ärztlicher Dienst

Dr. rer. nat. Christiane Anders

Waldgesundheitstrainerin, Biologin, Coach
Therapie

Heike Siegl

Klinische Waldtherapeutin
Therapie